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Massnahmen: DOJ fordert baldige Erleichterungen für junge Menschen

Eine Verlängerung der Corona-Massnahmen hat für Jugendliche und junge Erwachsene belastende Einschränkung ihrer grundlegenden Bedürfnisse zur Folge. Der Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ) bezog daher im Rahmen der Konsultation der Kantone am 14. Januar 2022 in einem Brief an den Bundesrat dazu Stellung.

Inzwischen ist bekannt, dass junge Menschen eine geringere Krankheitslast haben und selten schwer erkranken und somit das Gesundheitswesen kaum belasten. Ausserdem können sich nun gefährdete Personen und Altersgruppen mit der Impfung schützen. Die aktuellen Einschränkungen für Junge sind daher nicht mehr gerechtfertigt. Solidarisch ertragen junge Menschen seit langer Zeit belastende Einschränkungen. Nun ist es an der Zeit, dass auch ihre Anliegen und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Diese Altersgruppe braucht jetzt dringend und zeitnah vor allem eines: mehr Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten und mehr Normalität.

Daher fordert der DOJ den Bundesrat auf die Corona-Massnahmen für junge Menschen bis 25 Jahre ab dem 25. Januar 2022 schrittweise zu lockern. Als erstes sollen die professionellen Angebote der Jugendarbeit wieder für alle jungen Menschen bis 25 Jahren zugänglich sein.

Zum Schreiben

Foto: Hannah Busing

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O-Töne von Fachpersonen zur Zertifikatspflicht in der OKJA

Der DOJ bat einige Fachstellen der OKJA im Zusammenhang mit der Befragung zu den Auswirkungen der ausgeweiteten Zertifikatspflicht um Antworten auf Fragen dazu. Ihre Aussagen haben wir in drei Videos zusammengestellt.

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Auswirkungen der Zertifikatspflicht auf die OKJA – Zahlen und Fakten

Der DOJ hat im November 2021 in der ganzen Schweiz 190 Fachstellen zu den Auswirkungen der Zertifikatspflicht ab 16 Jahren auf die OKJA befragt. Hier haben wir eine Auswahl an Fakten und Zahlen zu den Resultaten grafisch aufbereitet.

Illustration: DOJ/AFAJ, Noëmi Wertenschlag

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DOJ fordert erneut Zugang zu OKJA ohne Einschränkungen bis 25 Jahren

Der Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ) fordert die Behörden erneut auf, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 25 Jahren den Zugang zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit ohne Zertifikatspflicht zu ermöglichen.

80% der vom DOJ befragten Fachstellen müssen zurzeit Jugendliche aufgrund dieser Einschränkung abweisen. Davon betroffen sind über 40 % der Jugendlichen über 16 Jahren. Zahlreiche Jugendliche sind somit für Unterstützung etwa beim Berufsübergang nicht mehr erreichbar und haben einen für sie wichtigen, begleiteten und geschützten Freiraum verloren. Dieses ausserschulische Grundangebot muss wieder allen jungen Menschen offenstehen und niederschwellig zugänglich sein.

Medienmitteilung, 18.11.2021

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Positionierung OKJA/KJF Rechtliche Fragen Schutzkonzept Unkategorisiert

SODK fordert Zugang zu OKJA-Angeboten ohne Zertifikat bis 25 Jahren

Die Taskforce Kinder und Jugendschutz der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) äussert sich zur Einschränkung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) durch die Zertifikatspflicht in den Angeboten für Jugendliche ab 16 Jahren. Die Task Force, der auch Vertreter*innen von Bundesstellen wie dem Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) angehören, hat am 1. November dazu ein Schreiben an das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gerichtet.

Darin fordert sie eine Änderung von Art. 21 der Verordnung Covid-19 besondere Lage, welche die Angebote der OKJA regelt. Die Altersgrenze solle von jetzt 16 auf neu 25 Jahren geändert werden. Wenn der Bundesrat dies nicht gutheisse, so die Task Force weiter, sollen die Kantone mindestens Erleichterungen für die OKJA beschliessen dürfen.

Der DOJ begrüsst, dass dieses wichtige Fachgremium der SODK unsere seit Anfang September gestellte Forderung unterstützt. Wir erwarten, dass dieser weitere dringliche Hinweis auf eine unhaltbare und bereits jetzt sich negativ auf die OKJA-Angebote und zahlreiche Jugendliche auswirkende Situation, nun bei BAG und Bundesrat Gehör findet und zu einer Verbesserung führt.

Zum Schreiben (französisch)

Foto: Jan Tinneberg/Unsplash

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Hilfsmittel/fachliche Grundlagen Positionierung OKJA/KJF Rechtliche Fragen Unkategorisiert

Corona: Empfehlungen zur Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen

Seit dem 13. September 2021 gilt für weite Bereiche des öffentlichen Lebens für Personen ab 16 Jahren die Pflicht, ein Covid-Zertifikat vorzuweisen. Bei dieser Ausweitung wurden die Situation und die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen zu wenig berücksichtigt. Die Ausweitung der Zertifikatspflicht bringt für Jugendliche ab 16 Jahren erneut eine deutliche Einschränkung ihres Lebens. Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), welche zum Grundangebot für Kinder und Jugendliche zählen, müssen aufgrund der aktuellen Regelung viele Jugendliche ab 16 Jahren von den Angeboten ausschliessen resp. mit ihren Angeboten auf Aussenräume ausweichen.

Der DOJ hat in einem Schreiben zuhanden des Bundesrates Empfehlungen zur besseren Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in der Gesamtstrategie zur Bewältigung der Coronakrise dargelegt.

Vollständige Empfehlungen

Medienmitteilung

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Stellungnahme des DOJ : Zertifikatspflicht ab 16 in Freizeitangeboten

Der Bundesrat hat am 25. August 2021 zu allfälligen neuen Corona-Massnahmen kommuniziert. Die Vernehmlassung bei den Kantonen dazu läuft bis heute Mittag. Es geht um eine Ausweitung der Zertifikatspflicht auf Lebensbereiche wie Kultur- und Freizeitbetriebe, Restaurants und Bars, kulturelle und sportliche Aktivitäten usw. Dies betrifft auch Jugendliche ab 16 Jahren massgeblich und würde ihr Freizeitverhalten wieder einschränken. Bereits dies hätte weitreichende und einschneidende Auswirkungen auf die Arbeit und die Angebote der OKJA. Ausserdem soll Artikel 21 mit der speziellen Regelung zur OKJA so abgeändert werden, dass diese nicht mehr für Jugendliche bis Jahrgang 2001 gilt, sondern nur noch für solche bis 15 Jahre.

Besonders die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, die sich durch ihre Niederschwelligkeit auszeichnen und von Kindern und Jugendlichen ohne Voranmeldung und spontan aufgesucht werden, würden durch ein Zertifikatspflicht für Jugendliche ab 16 Jahren stark beeinträchtig: Dies würde viele Jugendliche davon abhalten diese zu nutzen. Nach Einschätzung des DOJ ist deshalb eine Einschränkung des ordentlichen Betriebs der OKJA-Angebote auf Personen ab 16 Jahren mit Covid-19-Zertifikat erstens kontraproduktiv und zweitens kaum umsetzbar.

Der DOJ ist umgehend beim BAG vorstellig geworden, um der OKJA möglichst ihren Freiraum und ihre spezielle Regelung für Angebote für Jugendliche bis Jahrgang 2001 zu bewahren. Weiter riefen wir unsere Mitglieder dazu auf, sich auf kantonaler Ebene einzusetzen, und setzten uns mit Partnerorganisationen in Verbindung. Der DOJ und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) verschickten letzten Freitag ein Schreiben an den Bundesrat.

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Ideen zur Aktivierung Positionierung OKJA/KJF Unkategorisiert

O-Ton von Jugendlichen

Die Kinder- und Jugendfachstelle Aaretal hat wie vor einigen Wochen der toj Bern in einem Video Stimmen von Jugendlichen zur Corona-Zeit eingefangen und zusammengestellt. Was belastet sie? Welche Einschränkung ist am schmerzhaftesten? Was ist aber auch positiv an dieser Zeit und diesen Erfahrungen? Wie gehen sie (kreativ) damit um? Was sind ihre Tipps für andere Jugendliche und für Erwachsene? Danke!

Fachstellen der OKJA: Lasst auch Eure Jugendlichen zu Wort kommen, damit Politik und Öffentlichkeit hören und zuhören! Und teilt dem DOJ dies mit an welcome@doj.ch. Gerne posten wir dazu.

Anschauen

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Appell: Die Jugend braucht Zukunftsperspektiven!

Jetzt ist es an der Zeit, die Bedürfnisse der Kinder und Jugendliche in der Corona-Pandemie stärker ernstzunehmen und ihre Solidarität zu würdigen. Sie sind wissenschaftlich erwiesen psychisch stark belastet, haben Zukunftssorgen und wurden bisher zu wenig in die Debatte einbezogen.

Auf Initiative des DOJ hin fordert eine breite Allianz von Organisationen in einem dringenden Appell mit konkreten Lösungsvorschlägen an den Bundesrat und das BAG echte Perspektiven für Kinder und Jugendliche mit einer Post-Corona-Strategie. Wichtig ist dabei auch die langfristige Stärkung der bestehenden Strukturen, etwa der Fachstellen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Diese ideelle Allianz darf weiter wachsen, weitere Partnerorganisationen sind willkommen und melden sich bitte via welcome@doj.ch. Unterstützung erhält der Appell weiter von Botschafter*innen aus Politik, Verwaltung und aus den Reihen der Organisationen auf dem Bereich Kinder und Jugendliche.

Zum Appell

Zur Medienmitteilung (29.4.2021)

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Aufruf: O-Ton aus dem Treff

Eine tolle Initiative, pragmatisch aber ansprechend und eingängig umgesetzt, hat der toj (Stadt Bern) realisiert. In einem kurzen Video werden Stimmen von Jugendlichen direkt aus dem Treff hörbar. Sie berichten davon, wie es ihnen geht in der Corona-Pandemie und welches ihre Anliegen und Wünsche sind.

Wir rufen alle OKJA-Fachstellen auf, auch solche Beiträge zu gestalten und zu posten. Und dann gerne hier auf dem Ideenpool oder auf Facebook teilen natürlich. Informiert uns doch via Chat hier, auf FB oder per E-Mail an welcome@doj.ch. Möglichst viele Stimmen von Jugendlichen sollen laut und breit vernehmbar werden – damit sie und die OKJA in der immer noch herausfordernden Zeit Gehör finden, Wertschätzung erfahren und Förderung erhalten. Wir sind gespannt!

Initiative des toj

FB-Gruppe des DOJ zu Corona

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Foto: Patrick Fore on Unsplash

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